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Dolmetscher auch als Berater für virtuelle Veranstaltungen gefragt

Frankfurt am Main, 10. November 2020 – Der Herbst ist Hochsaison für Konferenzen. So auch in diesem Jahr, nur dass die meisten Teilnehmer im Homeoffice vor ihren Bildschirmen sitzen. Dank virtueller Konferenzen können Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch weiterhin stattfinden. Und das sogar mehrsprachig.

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Internet und Digitaltechnik liefern Lösungen, damit Veranstaltungen realisiert und aus der Ferne gedolmetscht werden können. Damit ändert sich auch die Arbeitswelt der Mitglieder des Verbands der Konferenzdolmetscher (VKD) im Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ).

Beim sogenannten Remote Interpreting (RI) werden Redner und Dolmetscher per Audio- und Videoübertragung zugeschaltet und die Veranstaltung an die Teilnehmer gestreamt. Dabei gibt es einiges zu beachten. „Es kommt vor allem auf eine gute Tonqualität an“, sagt Pawel Kozlowski, Konferenzdolmetscher und RI-Experte. Denn eine unzureichende Tonqualität birgt die Gefahr, dass nicht alles gedolmetscht werden kann. Auf Dauer kann sogar das Gehör der Dolmetscher geschädigt werden. „Es muss ein Frequenzspektrum von mindestens 500 bis 15.000 Hertz übertragen werden, damit alles gut zu verstehen ist. Aber das schafft noch längst nicht jeder Anbieter von Teleconferencing-Technik.“

Expertise der Dolmetscher sehr gefragt

Kozlowski ist Mitglied einer Arbeitsgruppe, die seit mehreren Jahren den Fortschritt von RI-Plattformen auswertet und Technikanbieter aus Dolmetschersicht berät. „Wir haben bereits vor Corona verschiedene Start-ups von RI-Software analysiert. So konnten wir klare Empfehlungen aussprechen, als es mit der Nachfrage losging“, berichtet er. Heute sind er und seine Kollegen als Berater mindestens ebenso gefragt wie als Sprachexperten.

Einige Videokonferenz-Tools sind bereits für mehrsprachige Konferenzen ausgerüstet. „Dadurch steht für jeden Teilnehmer ein Tonkanal in der passenden Sprache zur Verfügung“, erklärt Kozlowski.

Dolmetsch-Hubs sind derzeit die beste Lösung

Die derzeit stabilste und qualitativ beste Lösung, auch in puncto Datenschutz, bieten sogenannte Dolmetsch-Hubs. Dort sitzen Dolmetscher unter Einhaltung der Hygieneauflagen in mit Konferenztechnik ausgestatteten Kabinen. Wichtig ist eine Datenleitung mit entsprechend hoher Bandbreite und ein schallisoliertes Arbeitsumfeld. So können Dolmetscher und Techniker das Qualitätsniveau der Übertragung garantieren und im Falle von Störungen umgehend reagieren und Abhilfe schaffen.

Interessierte finden auf  https://vkd.bdue.de/fuer-auftraggeber/remote-interpreting die Leitlinie, eine Checkliste und Tipps für digitale Veranstaltungen mit Dolmetschern.


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